Thursday, August 17, 2017

Bei leichter depressiver Verstimmung




Ich fand kürzlich im Internet Ratschläge gegen psychische Zusammenbrüche und Depression ohne den Gebrauch von Medikamenten oder Hilfe von anderen Menschen:
Nach dem Aufwachen, gehen Sie vorsichtig für 2-5 Minuten.
Gehen Sie ins Bett zurück und liegen Sie völlig entspannt für 10-15 Minuten.
Wiederholen Sie das dreimal.
Nach drei Tagen sollten sich Ihre Stimmung und Ihr Energieniveau verbessert haben.

Nun, solche Hinweise werden Sie viel im Internet finden. Wie wäre es mit folgendem:
Kochen Sie morgens einen halben Liter Wasser auf. Mit der Hälfte machen Sie einen Tee aus drei kleingehackten Rosmarin Blättchen, Lindenblüten und Kamillenblüten. Diese Hälfte trinken sie nach ca. fünf Minuten (nicht den Mund verbrennen!). Die andere Hälfte des kochenden Wassers schütten Sie über sehr fein geschnittene Ingwerscheiben (Menge nach Geschmack – wenn es brennt war es zu viel). Den Ingwertee lassen Sie erst einmal stehen. Denn nun gehen Sie in jedem Wetter, wettermäßig gut ausgerüstet, für 15 Minuten Spazieren. Spazieren, nicht Walken. Wenn Sie zurückkehren, trinken Sie den abgekühlten Ingwertee.
Sie können das im Verlauf des Tages wiederholen. Sie sollten Entspannungsübungen einsetzen und vielleicht auch einmal Sport im Wohlfühlbereich treiben.
Sie können auch mit anderen Teesorten experimentieren.

Bei leichter Verstimmung und Niedergeschlagenheit können Sie mit fast jedem solcher Ratschläge erfolgreich sein. Bei der Erkrankung Depression werden Sie nicht erfolgreich sein. Da benötigen Sie professionelle Hilfe. Und ich rate Ihnen auch, Hilfe aus Ihrem sozialen Umfeld zu suchen und anzunehmen.

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Wednesday, August 16, 2017

Haiku Early Birds



Stretching grey, wet road
Disarrayed clouds in fiery red
But the steady hawk

Summer rain
Out of violet clouds
And a weak rainbow

Sun rising golden
Among the gliding sea gulls
An airplane hiding

The air a little fresh
But the golden rim of clouds
And the skylark’s flight

This morning
Lots of early birds
Fewer worms


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Monday, August 14, 2017

Sammelsurium (160) 14.08.2017





Vor dem längeren Betrachten dieses Bildes
wird ausdrücklich gewarnt!


Besuch vom Bosporus
Drei Männer, so groß wie ich (also klein), und vier Frauen, so groß wie meine Eltern (also noch kleiner), in langen Mänteln. Bei den Frauen reichen die Mäntel bis zum Boden. Ich treffe auf die Gruppe im Supermarkt in Köln-Buchforst kurz vor 22:00 Uhr. Ich fühle mich an unsere Besuche in Berlin in den 50iger und 60iger Jahren erinnert. FamilienBesuch von weit her.

Lachen
"Da kannst du lachen, was du willst", sagte der Vater zum Sohn.

Prisma
Bitte nie wieder ein TitelBild mit Schnulzier André Rieu!

Michelle Bachmann
Kennt die überhaupt noch jemand? Jedenfalls sagte sie in etwa:" John Wayne ist aus aus Waterloo, Iowa. Und seine Art ist auch die meinige." Ups! Es handelte sich nicht um den Schauspieler und Westernheld Darsteller John Wayne sondern um einen Massenmörder, der 1994 hingerichtet worden ist. Vom Populismus geht eine Gefahr aus. Nicht zu unterSchätzen! Wer schön und blöd nicht ausEinander hält, ist schön blöd.

Vom Poppen
Ich lese: "Das Poppen ist die ursprünglichste ..." und dann: "... aller Zubereitungsarten von Amaranth". Amaranth, das Korn der Incas.

AbFlugHalle
In der AbFlugHalle liegen Zeitungen aus, die bereitWillig genommen und heftig ausEinander geBlättert werden. Ob sie auch geLesen werden?

Im FlugZeug
Die FlugBegleiterin hechtet durch den Gang, nimmt den TelefonHörer ab und sagt: "Ja, Schätzelein!" Bestimmt eine Rheinländerin.

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Sunday, August 13, 2017

Fipronil in Eiern und Eiprodukten – 2. Runde



Am 2. August hatte ich mir zu den Fipronil belasteten Eiern Gedanken gemacht [1]. Ich nahm an, dass zwei Millionen Eier belastet wären. Und: „Was werden nur besorgte Mitbürger tun? Sie werden Eier für kurze Zeit aus dem Ernährungs-programm streichen.“ Ich gebe zu, dass ich mir weniger Gedanken dazu gemacht hatte, was der Handel nun machen würde.

Mittlerweile sind die kontaminierten Eier in 15 europäischen Ländern und sogar in Hongkong aufgetaucht; von fast 11 Millionen Eiern ist die Rede [2]. Als Beispiel mag Spanien gelten, wo ebenfalls mit Fipronil kontaminierte Eieraufgetaucht sind [3]. „Según ha confirmado el Departamento de Sanidad vasco en un comunicado, ... , de la presencia de una partida de 20 toneladas de huevo líquido pasteurizado contaminada con fipronil.” [Nach einer Erklärung des baskischen Gesundheitsministeriums, … , wurde das Vorhandensein einer Sendung von 20 Tonnen pasteurisierten Flüssigei, das mit Fipronil kontaminiert ist, bestätigt.]
Daraus folgt, dass Fipronil auch bereits in Produkten mit Flüssigei sein könnte, das vor dem Bekanntwerden des Skandals ausgeliefert worden war.

Mittlerweile gibt es schon einen Bericht auf Wikipedia zum „Fipronil-Skandal 2017“ [4]. Dort kann man erfahren: „Laut der Zeitung de Volkskrant hatte ein niederländischer Geflügelbetrieb bereits im Juni 2016 das Reinigungsmittel angewendet, weshalb Fipronil-kontaminierte Eier möglicherweise bereits seit über einem Jahr im Verkehr waren; ein Nachweis ist heute nicht mehr möglich.“[5]
In Belgien wurde bereits Anfang Juni 2017 Fipronil in Eiern vermutet, aber eine Meldung an das europäische Schnellwarnsystem erfolgte erst am 20. Juli 2017 [6].

Bei einer allgemeinen Verzehrs Empfehlung von drei Eiern pro Woche werden keine akut gefährlichen Grenzwerte erreicht, aber die meisten Verbraucher möchten nun mal kein Fipronil in ihren Eiern.

Was hat nun der Handel getan. Er hat fast alle Eier aus dem Sortiment genommen. Ich war gestern Einkaufen und im Supermarkt meines Vertrauens war die Eierecke fast ausverkauft (die liegt gegenüber den Regalen mit Soja-, Mandel- und Hafermilch). Es fand sich ein Schild, dass man zum Schutz der Verbraucher alle Eier aus dem Sortiment genommen habe, von denen nicht sicher sagen können, dass sie nicht belastet wären.
„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe. Ist es denn nicht edel, hilfreich und gut, wenn der Handel die Eier aus dem Verkehr zieht? Na ja! Gehen wir davon aus, dass wir schon im letzten Jahr unentdeckt Fipronil Eier verzehrt haben – was nicht dem Handel anzulasten wäre. Da wären die EU und der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eher gefragt. Der Handel will nur nicht verklagt werden. Und er will durch die aktuelle Verknappung den Preis nicht abstürzen lassen. Ganz so edel, hilfreich und gut sehe ich den Handel an dieser Stelle nicht.

Ich bekräftige es noch einmal – man kann auch sehr gut ohne Eier auskommen.


Links: 
 

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